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Die Farben
Gras hat
die Farbe grün, Blut hat die Farbe rot, Zitronen sind
gelb. Ist klares Glas farblos? Die Beurteilung
der Qualität eines visuellen Eindruckes entsteht spontan und individuell.
Farbeindrücke können beschrieben werden: Blau, Tiefblau, Blassblau.
Farbunterschiede kann man benennen. So kann man Wahrnehmungen
austauschen. Neben dem Zeigen von materiellen Proben kann man deshalb
auch durch Worte von und über Farben reden. Dem liegt eine konventionelle
Übereinkunft zugrunde, von Generationen geprägt und in der Kindheit
erlernt.
Bei verschiedenen Menschen kann die individuelle Wahrnehmung (objektiv)
gleich benannter Farben durchaus unterschiedlich sein. Diese Individualitäten
gehen bis zum teilweisen oder vollständigen Ausfall von Rezeptoren,
der Farbenfehlsichtigkeit.
Farbnamen dienen zum gemeinsamen Verständnis über die Umwelt. Hinzu
kommen weitere nichtverbale Konventionen: Rot ist an der Ampel oben,
dies gilt auch für Rot-Grün-Blinde.
Nachdem geklärt ist, wie unsere Farben aussehen, stellt sich die Frage, wie die Sprache aussehen soll:


