Frequenzmodulations-Rasterverfahren

Bei herkömmlichen Halbtonrasterverfahren werden die Farbtöne durch unterschiedliche Punktgrößen erzeugt: größere Punkte für dunkle, kleinere Punkte für helle Töne.

Beim Frequenzmodulations (FM)-Rasterverfahren bestimmt die Anzahl der Punkte in einem bestimmten Bereich dessen Farbton: je mehr Punkte in einem Bereich liegen, desto dunkler wird der Farbton. Für dieses Verfahren benötigen Sie die entsprechende Software oder einen Laserbelichter mit RasterimageProzessor (RIP), der dieses Verfahren unterstützt.

Das FM-Rasterverfahren bietet gegenüber dem herkömmlichen Rasterverfahren einige Vorteile. Durch das Fehlen eines regelmäßigen Punktmusters können keine Moiremuster durch falsche Rasterausrichtung entstehen. Die Verwendung kleinerer Punkte ermöglicht die bessere Darstellung von Details und feinere Farbabstufungen in gedruckten Bildern.

Nachteile des FM-Rasterverfahrens sind u.a., dass farbige Flächen fleckig erscheinen und dass Text und Vektorgrafiken verschwimmen, wenn sie sich mit Rasterfarben überlappen.

High-Fidelity-Farbdruck

Beim High-Fidelity-Farbdruck werden zusätzliche Prozessdruckfarben verwendet, damit ein größerer Teil des Farbspektrums reproduziert werden kann. Zum Drucken einer Zeitschrift mit diesem Verfahren könnten z.B. zusätzlich zu den Druckfarben Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz noch Grün und Orange verwendet werden. Dadurch würde der verfügbare Farbraum um 20% erweitert. In diesem Verfahren können derzeit auf Druckpressen fünf oder mehr Druckfarben verwendet werden. Einige Systeme wenden auch das FM-Rasterverfahren an.