Flexodruck

Bei diesem Verfahren werden Druckplatten aus nachgiebigem Gummi oder Fotopolymer-Druckplatten verwendet, bei denen die zu druckenden Stellen erhöht liegen und direkt auf eine Oberfläche drucken. Da die Druckplatte nachgibt, kann man so auch unregelmäßige Oberflächen, wie z.B. Tassen, Aluminiumdosen oder Wellpappe, bedrucken.

Tiefdruck

Bei allen Tiefdruckverfahren wird eine gravierte zylindrische Druckform verwendet, bei der die vertieft liegenden Stellen gedruckt werden, während die Stellen an der Oberfläche des Zylinders nicht gedruckt werden. Dieser Formzylinder rotiert in einem Farbbad, wobei die eingravierten Näpfchen mit Druckfarbe gefüllt werden. Es gibt drei Arten von Tiefdruck: konventionell, flächen- und tiefenvariabel und autotypisch. Konventioneller Tiefdruck wird oft bei schnell veraltenden, aber qualitativ hochwertigen Publikationen verwendet. Flächen und tiefenvariabler Tiefdruck eignet sich hervorragend zur Reproduktion von Zeitungsbeilagen, Zeitschriften und Versandkatalogen. Autotypischer Tiefdruck wird hauptsächlich für Verpackungen verwendet.

Siebdruck

Siebdruck ist ein relativ einfaches Verfahren, bei dem Druckfarbe durch ein mit einer Schablone bedecktes Sieb auf den Bedruckstoff gepresst wird. Man kann damit sowohl wenige Farben als auch echte Halbtonbilder reproduzieren. Da die Druckfarbe bis zu 30% dicker aufgetragen wird als etwa bei der Lithographie, sind die Farben viel dichter und haltbarer als bei anderen Druckverfahren. Beim kommerziellen Siebdruck werden Fotoschablonen verwendet. Man kann damit Muster auf fast alle Arten von Bedruckstoff, u.a. Poster, Kleidung, CDs und Flaschen, übertragen.

Thermographie

Thermographie ist ein Verfahren, bei dem spezielle nicht-trocknende Druckfarben auf Offset-Pressen ver wendet werden. Nachdem die Druckfarbe auf den Bedruckstoff aufgebracht wurde, wird sie mit einem Puder bestäubt. Anschließend wird die bedruckte Fläche unter eine Heizplatte geschoben, wo die Farbe durch die Wärme mit dem Puder verschmilzt und dadurch hervortritt. Die gedruckten Stellen treten als Relief hervor und erzeugen so denen Effekt einer Gravur. Dieses Verfahren wird oft für die Herstellung von Visitenkarten, Briefpapier sowie von Einladungs- und Grußkarten verwendet.